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Books » Applications (non-English)

Warum Staaten zusammenbrechen: Eine vergleichende Untersuchung der Ursachen von Staatskollaps

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Daniel LAMBACH, Eva JOHAIS, and Markus BAYER
2016, 197 p, softcover
Springer VS
ISBN: 978-3-658-11822-8 (Print) 978-3-658-11823-5 (Online)

Auf Basis einer Mehrmethoden-Untersuchung aller empirischen Fälle in der Periode von 1960 bis 2007 entwickeln die Autoren dieses Bandes ein Modell der Ursachen von Staatskollaps. In 43 Fallstudien von Kollapsfällen und Vergleichsfällen werden verbreitete quantitative Indikatoren für fragile Staatlichkeit durch die Erhebung qualitativer Faktoren ergänzt. Der Vergleich mittels QCA ermöglicht dadurch erstmals die Überprüfung vieler gängiger Hypothesen. Durch die Ergänzung der QCA-Analysen mit Prozessanalysen können neben der Entwicklung des Kausalmodells neue Risikofaktoren identifiziert, bekannte Konzepte neu formuliert und Wirkungszusammenhänge zwischen Faktoren aufgedeckt werden. Auf diese Weise trägt das Buch zu einem besseren Verständnis von Staatskollaps und seinen Ursachen bei und erschließt bislang unberücksichtigte konzeptionelle und methodische Ansätze für die Forschung.

Online access via Springerlink: https://link.springer.com/book/10.1007%2F978-3-658-11823-5.

La peopolisation politique. Analyse en Belgique, France et Grande-Bretagne

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Joëlle DESTERBECQ
2015, 208 p, softcover
De Boeck
ISBN: 978-2-8073-0036-1

La peopolisation politique désigne usuellement la mise en scène de la vie privée ou de l'intimité des représentants politiques ou encore les rapprochements entre la sphère politique et celle des célébrités. Ce phénomène s'est développé avec une intensité et une chronologie variables dans les pays européens. Cet ouvrage étudie la construction et la diffusion de la peopolisation politique dans quatre contextes (Belgique francophone et néerlandophone, France et Grande-Bretagne). Il poursuit un objectif théorique et méthodologique selon trois axes: (1) la mise en évidence des composantes qui forment le noyau de l'énonciation people et leur déclinaison en politique; (2) la mise en perspective diachronique de ces composantes, où sont croisées les mises en scène des représentants politiques qui relèvent de stratégies consensuelles entre médias et politiques et les ruptures qui interrogent le processus de désacralisation du politique; (3) la confrontation entre les données contextuelles relatives aux systèmes médiatiques et politiques, qui peuvent expliquer des variations d'intensité dans la diffusion de la matrice people. L'ouvrage aborde alors la peopolisation politique au départ de la méthode de l'analyse quali-quantitative comparée fondée sur les fuzzy-sets (Ragin, 2008). Les chaînes de conditions qui permettent la diffusion de la matrice people en politique sont analysées. En définitive, c'est la définition des sphères de l'espace public médiatique, tant du point de vue de la nature des contenus qui y sont traités que de son organisation structurelle, qui est en jeu.

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Linksextremistische Parteien in Europa nach 1990

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Tom MANNEWITZ
2012, softcover
Nomos
ISBN: 978-3-8329-7553-1

Entgegen den Befunden einiger Einzelfallstudien kommt dieser konfigurationelle Vergleich von über 20 linksextremistischen Organisationen in Europa zu dem Schluss, die Parteien seien seit 1990 weniger "Strippenzieher" als vielmehr "Marionette", wenn es um ihr Abschneiden an der Wahlurne geht. Dies erklärt, warum parteiförmiger Linksextremismus zwar im postkommunistischen Raum (z. B. KSCM, KSS, SRP) so manchen Wahlsieg verbuchen konnte, dafür aber im Westen Europas weitgehend erfolglos geblieben ist. Siege und Niederlagen sind in erster Linie an Gelegenheitsstrukturen gekoppelt, nicht an bestimmte Parteieigenschaften. Wenn aktuell kaum von einer akuten Demokratiebedrohung durch linksextremistische Parteien in Europa zu sprechen ist, so liegen nun neuralgische Punkte zutage, die den Grad der Demokratiebedrohung durch diese Organisationen beeinflussen, unter anderem Arbeitslosigkeit, Transformationsprobleme, Parteienwettbewerb und die Stärke des Rechtsextremismus.

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Rechtsaußenparteien in Deutschland: Bedingungen ihres Erfolges und Scheiterns

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Henrik STEGLICH
2010, hardback
Vandenhoeck & Ruprecht
ISBN: 978-3-525-36915-9

Die extreme Rechte in Deutschland hat bislang keine dauerhaft erfolgreiche Partei hervorgebracht. In den letzten Jahren hat es zwar immer wieder spektakuläre Einzelerfolge von Rechtsaußenformationen gegeben. Allerdings scheitert die extreme Rechte bei Wahlen meist. Auch gegenwärtig ist zu beobachten, dass für die derzeit als am stärksten einzuschätzende Rechtsaußenpartei, die NPD, Erfolg und Misserfolg nahe beieinander liegen. Den von der Partei gefeierten Landtagseinzügen in Sachsen (2004) und Mecklenburg-Vorpommern (2006) folgten jeweils ernüchternde Niederlagen, z.B. in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen (beide 2005) oder in Hessen und Niedersachsen (beide 2008). Liegen hinter diesem Auf und Ab klar identifizierbare Gesetzmäßigkeiten?

Sind Faktoren benennbar, die bisher mit Erfolg oder Misserfolg der extremen Rechten einhergegangen sind? Lassen sich gar Prognosen über ihre zukünftigen Aussichten wagen? In der Studie wurde der Frage nachgegangen, wann beziehungsweise unter welchen Bedingungen Rechtsaußenparteien in der Bundesrepublik bisher Erfolg hatten oder scheiterten. Aus den Ergebnissen dieser Analyse ließen sich anschließend begründete Aussagen über die Perspektiven einer Partei wie der NPD ableiten. Die erzielten Ergebnisse waren in ihrer Mehrzahl nicht überraschend. Viele klassische Annahmen über die zum Erfolg von Rechtsaußenparteien führenden Faktoren konnten bestätigt werden. Der Wert der Untersuchung liegt in der systematisierten Zusammenführung und empirischen Überprüfung all dieser Bedingungen in einer Vergleichsstudie. Durch diese Vollerhebung zu den Landtagswahlen in Deutschland zwischen 1990 und 2005 konnte eine Typologie jener Mechanismen erstellt werden, welche Wahlerfolge der extremen Rechten bedingen.

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